Erdung
von Martina Sattler und Sarah Neidhart
Das Projekt “Erdung” legt sein Augenmerk auf die verschiedenartigen Nutzungen von Schrebergärten und die unterschiedlichen Kulturen, die daraus ablesbar sind. Viele MigrantInnen in Vorarlberg stammen aus agrarisch geprägten Gesellschaften, wo ein Garten bzw. ein Flecken Erde einen ganz anderen Stellenwert besitzt als in einem Industrieland wie Vorarlberg. Deren versorgungsorientierte Nutzung steht im Gegensatz zum klassischen Bild des Schrebergartens wie es sich heute präsentiert, mit Gartenzwergen und gepflegtem Rasen.
Als Ergebnis von Beobachtungen und Gesprächen mit SchrebergärtnerInnen in 3 Schrebergartenanlagen in Hard bei Bregenz entstanden sogenannte Pflanzen Reisepässen, die Beschreibungen von Pflanzen aus den Gärten beinhalten. Die Beschreibungen beziehen sich auf die Herkunft und Verwendung der Pflanzen aber auch auf das verbreitete Vorkommen in einem bestimmten Gartennutzungstyp.
Die Pflanzen Reisepässe erinnern an die Einwanderung vieler Pflanzen in früheren Jahrhunderten. Heute meist als heimisch angesehen, finden sie in den Gärten Platz sich wohl zu fühlen und zu wurzeln.
“Der Boden verbindet uns mit unseren Nachbarn, mit anderen Menschen und Institutionen. Der Boden verbindet uns mit unserer innersten Kraft.” (Tassew Shimeles, Projektleiter Internationale Gärten in Göttingen)
posted on Fr 15. August / 18:08 Uhr by reinhard You can leave a response.