Siedlung Fallbach, Dornbirn

Realisiert in 9 Etappen,1962 bis 1982.

324 Wohnungen
22900 m² Wohnnutzfläche

Siedlung im Süden der Stadt,
nähe zum Steinbruch.

VOGEWOSI
Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH

Entwicklung der VOGEWOSI in Vorarlberg
1939-1943: Bau von ca. 2.200 Wohnungen für Südtiroler Optanten (nicht-italienischsprachige Südtiroler ), Fehlbestand von 6000 Wohnungen nach Krieg
1948: Neugründung der VOGEWOSI, vorerst Errichtung von Kleinsiedlungen (Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser, ab 1950: Errichtung von Mehrwohnhäusern (8er, 9er und 12er Häuser) mit erster Siedlung in Bregenz-Kuengasse, daneben in 50er Jahren weiterhin vornehmlich Kleinsiedlungsbau,
Ende 1950er, 1960er und tw. in den 1970er Jahren: auch Errichtung von Eigentumswohnungen
ab 1964: Einbau von Zentralheizungen in neue Mietwohnanlagen (bei Eigentum schon früher)
Anfang 1980er Jahre: Beginn der Großinstandsetzungen
1990er Jahre: Bauboom mit knapp 3.200 neuen Wohnungen, in 90-er Jahren zunehmend Schwerpunkt im Neubau auf energetischen Kriterien (Energiesparhaus), stark forciert nach Ende des Baubooms (Ende 90er Jahre) durch Landeswohnbauförderung, verstärkte Einbringung ökologischer Kriterien in Bauvorhaben im neuen Jahrtausend (ökologischer Wohnbau)
ab 2004: verpflichtende Barrierefreiheit
ab 2007: verpflichtendes Passivhaus

Wohnbau seit Beginn 1950er - von wenigen Ausnahmen abgesehen - immer nur unter Inanspruchnahme öffentlicher Förderung und seit Mitte der 1970er Jahre nur Mietwohnungsbau (tw. mit Kaufanwartschaft, seit 2000 nur mehr Mietwohnungsbau).

Kriterien für die Vergabe von Wohnungen
– Vergabe ausschließlich über Gemeinde an förderbare Haushalte. Darunter fallen Personen, welche die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichzustellen sind und „langfristig aufenthaltsberechtigte Drittstaatsbürger”, welche nach dem Bevölkerungsanteil in der Gemeinde berücksichtigt werden.
– Unbeschränkte Steuerpflicht in Österreich
– Dringender Wohnbedarf (Erfüllung bestimmter Kriterien)
– kein Wohnungseigentum bzw. kein vertragliches Wohnrecht des Interessenten
– Einhaltung von Einkommensgrenzen (80% der Sätze für Eigenheim- bzw. Eigentumswohnungsförderung)
– Abschluss von befristeten Mietverträgen zwischen 3 und 10 Jahren

Interview Dr. Lorenz, Geschäftsführer Vogewosi:

In welchem Umfang wird von der Vogewosi jährlich in den Sozialen Wohnbau investiert?
Das zuordenbares Neubauvolumen beträgt ca. 12-15 Mio €, die Fertigstellung zwischen 100 und 150 Wohnungen pro Jahr. (Das ist jedoch starken Schwankungen unterworfen, heuer bspw. nur 17 Wohnungen, aber knapp 300 Wohnungen in Bau)

Tritt die VOGEWOSI nur als Förderer oder auch als ausführende Partei auf?
Als Förderer im Wohnbau nur insoweit, als sie - tw. massiv - zinsgünstige Eigenmittel in ihren (Neu)Bauten einsetzt, Ansonsten ist die VOGEWOSI Bauträger, welcher Bauvorhaben vorbereitet, organisiert, finanziert und dann durch Professionisten ausführen lässt.

Stellen die Gemeinden Land für die Bebauung zur Verfügung?
Teilweise, oft werden aber Grundstücke von Privaten angeboten.

Wird der Neubau von Anlagen noch zusätzlich von den Gemeinden kofinanziert oder werden diese vollständig von der Gesellschaft getragen?
Nein, Finanzierung ausschließlich durch Land (Wohnbauförderung), VOGEWOSI, Bank und Beitrag des Mieters

Gibt es noch andere in Vorarlberg tätige Bauträger, die in den sozialen Wohnbau investieren und ist es üblich, Kooperationen (Bsp. Achsiedlung) mit diesen einzugehen?
Es gibt noch drei weitere aktive gemeinnützige Bauträger in Vorarlberg (Alpenländische Heimstätte Tirol - Zweigstelle Vorarlberg, Wohnbauselbsthilfe, Baugenossenschaft Feldkirch), Kooperationen sind eher selten

Wer stellt den Bedarf an geförderten Wohnbau fest?
Der Bedarf wird durch Land in Zusammenarbeit mit den Standortgemeinden erhoben.

An der Gesellschaft sind mehrere Vorarlberger Gemeinden beteiligt. Wie wurden/werden die Anteile am Stammkapital festgelegt?
Ist für mich nicht mehr nachvollziehbar, am Anfang waren nur wenige Gemeinden (13, heute 26) dabei, mehrere Kapitalaufstockungen in den ersten 20 Jahren, Anteil an VOGEWOSI hängt nicht unbedingt mit Größe der Gemeinde zusammen, sondern eher mit Anzahl der Bauten in der jeweiligen Gemeinde. Abgesehen davon hat das Land Vorarlberg mit 70,95% den größten Anteil



posted on Di 21. Oktober / 20:10 Uhr by reinhard You can leave a response.

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