Studio 5
18.08. - 29.08.
An Architektur - Oliver Clemens, Sabine Horlitz, Anita Kaspar
Raum Macht Eigentum
Realerbteilung in Vorarlberg
Raum ist Architektur, ist Stadtraum, ist gebaute Umwelt, ist geometrisch euklidisch, hat drei Dimensionen und gewinnt eine vierte durch die Zeit sowie viele weitere in seiner Eigenart als sozialer Raum. Raum ist immer viele Räume, die nebeneinander und gleichzeitig bestehen und einander bedingen. Sie sind durch die Beziehungen zwischen Subjekten und Objekten, zwischen Menschen und gebauter Umwelt gekennzeichnet. Raum ist durch und durch politisch, ein Konstrukt, das unaufhörlich produziert und gebraucht wird, von verschiedenen Ansprüchen durchzogen und beansprucht ist und diesen zu einer Form und einem Abbild verhilft. Raum ist gesellschaftlicher Raum, gleichermaßen Produkt und Behälter aller ihrer Erfahrungen und Praktiken. Er strukturiert Alltagsleben und soziale Beziehungen, produziert aber ebenso Erfahrungen des Dissens und der Ausgrenzung. Raum ist Ort, Gegenstand und Produkt von Konflikten und Verhandlungen.
Diese komplexen Dimensionen von Raum und ihre wechselseitigen Beziehungen und Auswirkungen auf Lebenspraxis wurden anhand der in Vorarlberg praktizierten Realerbteilung im Workshop untersucht: Traditionell und auch heute noch wird in Vorarlberg Landbesitz unter den Erben der Eigentümer geteilt, es entwickelt sich eine kleinteilige Struktur von Ackerflächen, Obstgärten und Bauflächen. Gerade in den verdichteten Räumen des Rheintals entstehen so immer kleinere Grundstücke, die größtenteils nur noch mit Einzelhäusern zu bebauen sind, während sie die Planung gemeinschaftlicher Anlagen, öffentlicher Räume oder Parks zunehmend beschränken.
Der Workshop ging den Beziehungen zwischen praktizierter Strukturierung von Raum und den darin angelegten Vorstellungen von Gesellschaft nach. Dabei stellten sich Fragen nach den ökonomischen Bedingungen und Eigentumsverhältnissen ebenso wie nach dem Verhältnis zwischen privaten und öffentlichen Räumen und der umgebenden Kulturlandschaft, aber auch danach, was das für konkrete Lebenspraxis und eine zukünftige Planung bedeutet.
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Millenium Park, Lustenau
Entwicklungskonzept: PRISMA Unternehmensgruppe
Projektkoordination: Bauamt und Wirtschaftsabteilung Lustenau
Fläche: 87.200 m², davon 18.200 m² überbaute Fläche
Bruttogeschossfläche: 35.800 m²
Projektentwicklung:
1993: Studie zum jetzigen Millennium Park Grundstück von Georg Rauch, erste Idee eines Betriebsgeländes an diesem Ort
ca. 1993: Saeco Austria AG suchen einen Baugrund in der Region, mit Baumschlager Eberle als Architekten. Die Gemeinde Lustenau bietet ihnen ein Grundstück auf dem Gelände des jetzigen Millennium Parks zum Kauf an.
1997: Die PRISMA GmbH, von der Gemeinde Lustenau beauftragt, legt Entwicklungskonzept für das Gelände vor; erhalten Provision für angeworbene Unternehmen.
1998: Realisierung des Firmensitzes der Saeco Austria AG setzt Maßstab für Nutzung und Architektur. Nach und nach kommen weitere Unternehmen hinzu.
2002: Für die Räume zwischen den Firmengebäuden wird ein Grünraumkonzept erstellt.
2008: Der Millennium Park soll zukünftig um bis zu 8ha erweitert werden. Das potentielle Erweiterungsgebiet ist bisher noch nicht als Bauland gewidmet, sondern Teil der Grünzone.
Zunächst interessieren uns vor allem die Eigentumsverhältnisse vor der Entwicklung des Millennium Parks. In der Urmappe wird ersichtlich, dass es dort zumindest anfänglich viele kleine Grundstücke gab. Wie ist die Gemeinde Lustenau damit umgegangen und wer ist heute Eigentümer der Grundstücke?
Die Kleinteiligkeit der Grundstücke und die große Anzahl an Privateigentümern war tatsächlich ein Problem. Das Land selber war als Grünfläche gewidmet, lag jedoch außerhalb der Grünzone und konnte deswegen relativ einfach als Bauland umgewidmet werden. Die Gemeinde hat die Grundstücke für das ca. dreifache des Verkehrswertes aufgekauft und dann ohne Gewinn aber kostendeckend an die Unternehmen weiterverkauft. Die ganze Entwicklung ging schrittweise vor sich, der Aufkauf hat ca. 5-6 Jahre gedauert. Dabei gab es kein vorgefertigtes Gesamtkonzept, die zu verkaufenden Grundstücke wurden individuell nach Wünschen der Unternehmer zugeschnitten. Die Erschließung wurde von der Gemeinde übernommen.
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Hardsiedlung, Hard
Hardsiedlung
Die Textilfirma Schöller errichtete vor knapp 100 Jahren in Hard eine Arbeitersiedlung mit 54 Wohnungen für die Arbeitsmigranten aus dem Trentino. Vor 30 Jahren zogen Gastarbeiter aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei ein.
Nach dem Kauf des Areals plante Hinteregger-”projekt” den Neubau einer Wohnanlage mit einer Tiefgarage. Dafür sollten die Gärten und Geräteschuppen geschliffen werden. Doch das wurde vom Denkmalschutz verhindert — die Siedlung steht heute unter Denkmalschutz und das Ensemble darf laut Denkmalamt nicht verändert werden. Die Schuppen bilden mit den Wohnhäusern eine streng symmetrische Siedlung.
Südtiroler Siedlungen
Adolf Hitler und Benito Mussolini schlossen 1939 ein Abkommen („Hitler-Mussolini-Abkommen”): Es zwang die Südtiroler, sich zu entscheiden, ob sie unter den Bedingungen des italienischen Faschismus in Südtirol bleiben oder in das Deutsche Reich auswandern wollen.
In der Zeit zwischen 1939 und 1943 wird diese Wahlmöglichkeit als „Option in Südtirol” bezeichnet, in welcher die nicht-italienischsprachigen Südtiroler (deutsch- und ladinischsprachig) nach Deutschland oder Österreich auswanderten („Optanten”) oder in Südtirol blieben („Dableiber”).
80 Prozent (das waren 166.488 Südtiroler) entschieden sich für die Option - und bis Kriegsende wanderten etwa 75.000 von ihnen aus. So wurden etwa 11.000 von ihnen in eilends errichteten Wohnsiedlungen in Vorarlberg untergebracht.
No Comments »Doppelhausanlage, Lustenau
Entstehungszeit: ca. 1950er
ca. 12-15 Reihenhäuser
Können Sie uns etwas über die Geschichte ihres Hauses sagen? Wir haben gesehen, dass die Grundstückgrenze genau durch das Haus verläuft, seit wann ist das so?
Schon immer, das Haus — wie auch all die anderen, die Ihr hier seht — wurde bereits als Doppelhaus geplant und gebaut.
Wem gehörten denn die Baugrundstücke?
Das war ein großes Grundstück, das einem Bauern gehörte. Dieser verkaufte es dann an einen Bauträger, der die Anlage entwickelte und die einzelnen Grundstücke und Häuser dann an die Besitzer weiterverkaufte. Im Laufe der Zeit bauten einige dann an, man sieht das hier drüben: da, das ist das ursprünglich Haus und dort, da ist angebaut.
Mit Realerbteilung hat das also nichts zu tun?
Nein, hier nicht, aber das gibt es schon oft hier in der Gegend. Das sieht man sofort, wenn z.B. die Häuser so verquer stehen und man nur über das vordere Grundstück zum hinteren kommt, über eine Privatstrasse.
Interview Anwohner
No Comments »Allmende Lustenau und Schweizer Ried
Allmende Lustenau
Teilung: 1806
Übertragung in das Eigentum der Bürger: 1834
Im Jahr 1806 wurden die Lustenauer „Gemeindsgründe” (Allmende) unter 420 Bürgern verlost, nachdem sie zuvor geometrisch abgemessen, abgeteilt, mit Gräben durchschnitten und durch geeignete Feldwege erschlossen wurden. Die endgültige Übertragung der Gemeindsgründe in das Eigentum der Bürger nach der Kopfzahl erfolgte jedoch erst 1834 und wurde im Jahre 1835 durch ein Hofdekret bestätigt. Damit war jene Flurverfassung eingeleitet, die durch zusätzliche Bodenhändel und weitere Unterteilungen zur heutigen Flurstruktur im Lustenauer Ried.
aus: Porträt Lustenau, 1975
Schweizer Ried
1593
Eine besondere Komplikation ergab sich mit der seit Ende des 15. Jahrhunderts wirksam gewordenen Grenzlage zur Schweizer Eidgenossenschaft, zumal die alte Hofgemeinde Lustenau erst 1593 in die linksrheinischen Gemeinden Widnau uns Haslach (Au) und Lustenau geteilt wurde. Hierbei erhielten die abgetrennten Schweizer Gemeinden im Norden und Süden der Gemeinde Lustenau zwei große Riedanteile zugebilligt, die sogenannten „Schweizer Rieder”.
aus: Porträt Lustenau, 1975
Auffällig sind im Osten von Lustenau zum einen die sehr kleinteiligen Grundstücke der Riedfläche und zum anderen die beiden zusammenhängenden Flächen südlich und nördlich von diesen. Wie lässt sich diese Struktur erklären?
Lustenau war, nicht zuletzt durch die häufigen Überschwemmungen des Rheins, eine sehr arme Gemeinde. Der ökonomische Aufschwung kam erst mit der Textilindustrie um 1890. Noch um 1800 waren alle Bewohner Bauern. Jede Familie hatte ein bisschen eigenes Land zum bewirtschaften - ein Großteil des Landes war jedoch in Gemeindebesitz, die Allmende. Diese umfasste das gesamte Ried und war allein als Weideland vorgesehen. Da aber nur die Reichen von diesem Gemeingrund profitieren konnten - die armen Bauern besaßen annähernd kein eigenes Vieh - kam es zu einem Aufstand der Bauern. Die Dringlichkeit einer gerechteren Verteilung des gemeinsamen Eigentums wurde zusätzlich durch eine eintretende Hungersnot offensichtlich. Schlussendlich gaben die Stadtväter den Forderungen der Bauern nach. Die Riedfläche wurde nach Kopfzahl unter den Vorarlberger Familien aufgeteilt. Die Familien bekamen diesen Grund zur eigenen Versorgung geschenkt, waren jedoch zunächst auch an diesen gebunden und durften ihn nicht weiter verkaufen.
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Wohnanlage Pfarrer Giererweg, Dornbirn
Architekt: Gunter Wratzfeld
Entstehungszeit: 1981/82
68 Wohneinheiten
sozialer Wohnungsbau zum Mietkauf
Wie wurde das Wohnprojekt entwickelt, wem gehörte das Grundstück?
Der Boden gehörte einem Erben. Ende der 1970ger plante die Stadt, eine Straße durch das Grundstücke zu legen, und so das Gelände zu parzellieren, was jedoch der Besitzer nicht wollte. Er beauftragte mich, einen Vorschlag zur Nutzung des Grundstückes zu entwickeln, der eine Teilung verhinderte. Ich entwarf dann diese Wohnsiedlung, deren Reihen- und Mehrfamilienhäuser aber die Sprache des umgebenden Einfamiliengebietes sprachen. Ich komme selbst aus Dornbirn und kenne das Grundstück seit langem, es war früher eine Schneeglöckchenwiese, jedoch schon länger als Bauland gewidmet.
Wie wurde das Wohnprojekt finanziert?
Die Anlage wurde mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus gefördert. Ich suchte einen gemeinnützigen Bauträger, die Wohnbauselbsthilfe, die auch schon ähnliche Projekte durchgeführt hat, die das Grundstück erwarb und das Projekt steuerte. Die Finanzierung lief über 20 Jahre, im sogenannten Mietkauf. Die Mieter mussten bestimmte Bedingungen erfüllen — sie durften nicht zuviel verdienen, um förderungswürdig zu sein. Nach 10 Jahren wurden die Wohnungen im Grundbuch in ihr Eigentum übertragen, nach 20 Jahren war die Schuld abbezahlt. Das Grundstück wurde nicht realgeteilt, sondern blieb im Gemeinschaftsbesitz mit Sondernutzungsrecht für die kleinen Privatgärten.
Interview Gunter Wratzfeld, Architekt. Bregenz
No Comments »Siedlung Fallbach, Dornbirn
Realisiert in 9 Etappen,1962 bis 1982.
324 Wohnungen
22900 m² Wohnnutzfläche
Siedlung im Süden der Stadt,
nähe zum Steinbruch.
VOGEWOSI
Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH
Entwicklung der VOGEWOSI in Vorarlberg
1939-1943: Bau von ca. 2.200 Wohnungen für Südtiroler Optanten (nicht-italienischsprachige Südtiroler ), Fehlbestand von 6000 Wohnungen nach Krieg
1948: Neugründung der VOGEWOSI, vorerst Errichtung von Kleinsiedlungen (Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser, ab 1950: Errichtung von Mehrwohnhäusern (8er, 9er und 12er Häuser) mit erster Siedlung in Bregenz-Kuengasse, daneben in 50er Jahren weiterhin vornehmlich Kleinsiedlungsbau,
Ende 1950er, 1960er und tw. in den 1970er Jahren: auch Errichtung von Eigentumswohnungen
ab 1964: Einbau von Zentralheizungen in neue Mietwohnanlagen (bei Eigentum schon früher)
Anfang 1980er Jahre: Beginn der Großinstandsetzungen
1990er Jahre: Bauboom mit knapp 3.200 neuen Wohnungen, in 90-er Jahren zunehmend Schwerpunkt im Neubau auf energetischen Kriterien (Energiesparhaus), stark forciert nach Ende des Baubooms (Ende 90er Jahre) durch Landeswohnbauförderung, verstärkte Einbringung ökologischer Kriterien in Bauvorhaben im neuen Jahrtausend (ökologischer Wohnbau)
ab 2004: verpflichtende Barrierefreiheit
ab 2007: verpflichtendes Passivhaus
Wohnbau seit Beginn 1950er - von wenigen Ausnahmen abgesehen - immer nur unter Inanspruchnahme öffentlicher Förderung und seit Mitte der 1970er Jahre nur Mietwohnungsbau (tw. mit Kaufanwartschaft, seit 2000 nur mehr Mietwohnungsbau).
Kriterien für die Vergabe von Wohnungen
– Vergabe ausschließlich über Gemeinde an förderbare Haushalte. Darunter fallen Personen, welche die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichzustellen sind und „langfristig aufenthaltsberechtigte Drittstaatsbürger”, welche nach dem Bevölkerungsanteil in der Gemeinde berücksichtigt werden.
– Unbeschränkte Steuerpflicht in Österreich
– Dringender Wohnbedarf (Erfüllung bestimmter Kriterien)
– kein Wohnungseigentum bzw. kein vertragliches Wohnrecht des Interessenten
– Einhaltung von Einkommensgrenzen (80% der Sätze für Eigenheim- bzw. Eigentumswohnungsförderung)
– Abschluss von befristeten Mietverträgen zwischen 3 und 10 Jahren
Interview Dr. Lorenz, Geschäftsführer Vogewosi:
In welchem Umfang wird von der Vogewosi jährlich in den Sozialen Wohnbau investiert?
Das zuordenbares Neubauvolumen beträgt ca. 12-15 Mio €, die Fertigstellung zwischen 100 und 150 Wohnungen pro Jahr. (Das ist jedoch starken Schwankungen unterworfen, heuer bspw. nur 17 Wohnungen, aber knapp 300 Wohnungen in Bau)
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Siedlung an der Ach, Bregenz
Architekten: ARGE Abrecht & Wratzfeld
Entstehungszeit: 1974 - 1982, realisiert in 9 Etappen
839 Wohneinheiten
60400 m² Wohnnutzfläche
2.600 Bewohner
Die Geschichte der Siedlung an der Ach
Die Siedlung wurde in städtischer Randlage auf früherem Schwemmland der Bregenzer Ach erbaut.
1971: In der Landeshauptstadt Bregenz sind 736 Wohnungssuchende gemeldet.
März 1971: Planung der Siedlung an der Ach im Rahmen eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs.
April 1972: Erster Platz für die ARGE Abrecht & Wratzfeld aus Bregenz in der Wettbewerbsstufe II
1973: Verkauf der erforderlichen Grundfläche an die VOGEWOSI. Im ersten Bauabschnitt sind 242 Wohneinheiten (25.000 m²) geplant, davon 140 VOGEWOSI, 54 BUWOG und 48 ÖBB. Vorgesehen sind auch ein provisorischer Kindergarten sowie 130 großteils unterirdische PKW-Abstellplätze
Juli 1974: Baubeginn für die erste Etappe
Juni 1975: Firstfeier für die ersten 242 Wohnungen
Sommer 1976: Die Wohnungen werden vergeben. Zu den infrastrukturellen Einrichtungen zählen ein Kindergarten, ein Jugendspielplatz, Kinderspielplätze und ein Sparmarkt
April 1977: Start zweiter Bauabschnitt mit weiteren 173 Wohnungen, die bereits im Juli 1977 übergeben werden.
Ende September 1977: Schlüsselübergabe für 43 Wohneinheiten der dritten Bauetappe
März 1979: Beginn des Neubaus des Kindergartens
März 1980: Eröffnung des neuen Kindergartens
September 1980: Übergabe der 133 Wohneinheiten des vierten Bauabschnitts
April 1981: Baubeginn der fünften Etappe mit weiteren 247 Wohnungen
Oktober 1982: Übergabe der letzten Wohnungen an die Mieter
Der Bau der grössten Wohnsiedlung Vorarlbergs mit insgesamt 839 Wohnungen ist abgeschlossen
Zeitleiste
Zeitleiste mit Bevölkerungsstatistik
Die in Vorarlberg seit Jahrhunderten praktizierte Realteilung und ihre Auswirkung auf die Flurzersplitterung ist ein historisch kaum erforschtes Gebiet. Die Realteilung ist mit Sicherheit ein relevanter Faktor, der konstant über einen sehr langen Zeitraum wirkt, allerdings nur schwer zu quantifizieren ist.
Im nebenstehender Graphik ist die Realteilung in Vorarlberg in den breiteren historischen Kontext verschiedener wirksamer und gegengleich wirkender Faktoren gestellt. Diese sind in der Zeitleiste einerseits historisch eingegrenzt, andererseits werden Beeinflussungen und Bedingungen der Mechanismen untereinander sichtbar (etwa in den abwechselnden Phasen von Bodenspekulation und gesetzlichen Regulativen).
Die darunter liegende Bevölkerungsstatistik wurde punktuell um die Gesamtanzahl der Grundstücke Vorarlbergs ergänzt. Weiters ist der Anteil der von der Landwirtschaft lebenden Personen absolut und relativ angeführt.
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