Studio 1

21.07. - 01.08.
Azra Aksamija


Die Frage des anderen

Eine Kulurgeschichte der Hochzeit
Katja Hausleitner

Hochzeitsgeschichten erzählen von einer Vielzahl an Orten. Sie machen Räume sichtbar, die meist nur von einer Hochzeitsgesellschaft wahrgenommen werden. Diese Räume spiegeln andere Lebensweisen wieder, die im Alltag oft nur als Parallelwelten existieren.

Als Titel der Bücher steht immer eine Frage, die beantwortet wird oder werden kann. Die ersten Seiten jedes Buches sind gefüllt mit Geschichten, die in Gesprächen erfragt wurden, die übrigen Seiten bleiben bewußt leer, um jeder Leserin/jedem Leser die Möglichkeit zu geben, sich an der Kulturgeschichte der Hochzeit zu beteiligen und seine/ihre eigene Geschichte oder Frage hinzuzufügen.

Das Projekt ist ein Versuch, diese Parallelwelten zu vernetzen und als Kommunikationsträger die Leserin/den Leser zu einem Erfahrungsaustausch anzuregen.

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SK8SPOTTING

Simone Klien

Bei einem meiner Spaziergänge vor zwei Jahren durch Hohenems kam ich durch Zufall bei einem Skaterplatz vorbei. Die Tricks, die die Jugendlichen vorzeigten, beeindruckten mich dermaßen, dass ich sogleich meine Kamera zückte und von der Ferne ein paar Schnappschüsse machte..
Work in progress…

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was ist cool in der achsiedlung

ein projekt von michael franke in zusammenarbeit mit dem jugendtreff westend, achsiedlung, bregenz.

die siedlung an der ach ist wohnort vieler migranten in bregenz und hat sich für mich als untersuchungraum zum workshop-thema „our others” angeboten. in diesem projekt wurde mit jugendlichen aus der achsiedlung ein t-shirt design contest veranstaltet. zunächst beschrieb jeder auf kärtchen, was für sie/ihn in der achsiedlung cool ist. die kärtchen wurden durchmischt und wieder gezogen. in zweierteams verschmolzen die beiden begriffe zu einem gemeinsamen t-shirt entwurf. danach wurde abgestimmt und die interessantesten arbeiten gewählt. alle sechs t-shirts schafften es in die ausstellung. am tag der workshop-präsentation wurde von den besuchern noch einmal abgestimmt und 3 teams als gewinner von cd-gutscheinen gewählt.

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Fremdforschung

von Florian Lorenz

Das Fremde wird in dieser persönlichen Erforschung der Vorarlberger Landschaft positiv, als attraktiver Bestandteil der uns umgebenden Landschaft, interpretiert. Offenheit für fremdes, für befremdliche Orte, Raumkonstellationen, materielle Arrangements, Menschen, Sitten usw. war daher Grundlage dieses Projektes. Der persönlichen „Lust am Fremden” folgend wurden „Annäherungen an das Fremde” im Raum zwischen Bregenz und Dornbirn durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurde in situationistischer Methodik „das Fremde der Fremden” in Bregenz kartiert. Eine Akzeptanz des Fremden eignet sich zur Steigerung der Sensibilität für die Landschaft, zur Kommunikation über Unausgesprochenes, und schließlich als Ansatzpunkt für Inspiration, Konsens und Veränderung.

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Ein Baustein Heimat

Was ist für Sie Heimat?
von Andrea Glapa

Das Projekt setzt sich mit der Fragestellung nach dem Begriff ‘Heimat’ auseinander. Ausgehend von dem Begriff ‚des Fremden’ startet es die Fragestellung nach ,dem Eigenen’ - nach Identität, Differenz und Identifikation. Neben Definitionen aus dem Lexikon, Zitaten, Gedichten, eigenen und gesammelten Fotos, lebt die Arbeit durch die Vielseitigkeit der Einsendungen und die Teilnahme der Ausstellungsbesucher.
Das Projekt wird zu einer Collage von verschieden persönlichen Bausteinen, ein Konstrukt verschiedener Definitionen.
Das Medium für die Arbeit ist die Postkarte, die Frage: Was ist für Sie Heimat? 14,8×10,5 cm Gestaltungsraum, die Adresse ist der Ausstellungsort: Künstlerhaus Palais Thurn &Taxis in Bregenz,…die Partizipanten sind Leute die ich auf der Strasse angesprochen habe, Workshopteilnehmer, Ausstellungsbesucher,…
Die Postkarte ist frei zum downloaden, ausfüllen und einsenden.

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Erdung

von Martina Sattler und Sarah Neidhart

Das Projekt “Erdung” legt sein Augenmerk auf die verschiedenartigen Nutzungen von Schrebergärten und die unterschiedlichen Kulturen, die daraus ablesbar sind. Viele MigrantInnen in Vorarlberg stammen aus agrarisch geprägten Gesellschaften, wo ein Garten bzw. ein Flecken Erde einen ganz anderen Stellenwert besitzt als in einem Industrieland wie Vorarlberg. Deren versorgungsorientierte Nutzung steht im Gegensatz zum klassischen Bild des Schrebergartens wie es sich heute präsentiert, mit Gartenzwergen und gepflegtem Rasen.
Als Ergebnis von Beobachtungen und Gesprächen mit SchrebergärtnerInnen in 3 Schrebergartenanlagen in Hard bei Bregenz entstanden sogenannte Pflanzen Reisepässen, die Beschreibungen von Pflanzen aus den Gärten beinhalten. Die Beschreibungen beziehen sich auf die Herkunft und Verwendung der Pflanzen aber auch auf das verbreitete Vorkommen in einem bestimmten Gartennutzungstyp.
Die Pflanzen Reisepässe erinnern an die Einwanderung vieler Pflanzen in früheren Jahrhunderten. Heute meist als heimisch angesehen, finden sie in den Gärten Platz sich wohl zu fühlen und zu wurzeln.
“Der Boden verbindet uns mit unseren Nachbarn, mit anderen Menschen und Institutionen. Der Boden verbindet uns mit unserer innersten Kraft.” (Tassew Shimeles, Projektleiter Internationale Gärten in Göttingen)

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Das gelobte Ländle, meine Heimat

Eine Landkarte Vorarlbergs als Migrationsland
Von Natasa Siencnik

“O Vorarlberg, will treu dir bleiben,
bis mich der liebe Herrgott ruft.”

Diese Zeilen aus der Vorarlberger Landeshymne sind symptomatisch für den Umgang mit Migrantinnen und Migranten in Österreich, für die Vorarlberg zwar ‘s gelobte Ländle sein mag, die Frage nach dem letzten Frieden bringt aber dennoch so einige Kämpfe mit sich. Vorarlberg als traditionelles Einwanderungsland, muss sich zunehmend mit einer älter werdenden Generation von Arbeitsmigrantinnen und Migranten aus der Türkei auseinandersetzen, deren Glaubensgemeinschaft - der Islam - 9% der Vorarlberger Bevölkerung ausmacht. In diesem Kontext wurde bereits die Errichtung eines islamischen Friedhofs in Altach beschlossen. Trotzdem soll diese Landkarte den Aspekt der Rückkehr nach dem Tod ins vermeintliche Heimatland ins kollektive Gedächtnis rücken, dessen finanzielle wie auch ideologischen Auswirkungen türkische Familien nachhaltig beeinflussen. „People want to live with people just like themselves”, schreibt Markus Schoer in seine Buch Räume, Orte, Grenzen. So empfehlen auch viele Religionen, ihre Anhänger an einem räumlichen Ort innerhalb der Religionsgemeinschaft zu bestatten. Eine freiwillige bis unfreiwillige Segregation sowie unterschiedliche Bestattungspraktiken führen somit zur Herausbildung verschiedener Konzepte des letzen Friedens.

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Die Trauer hat (k)einen Ort

Eine formalästhetische Analyse von lokalen Grabstätten in Vorarlberg
Von Natasa Siencnik

In penibler Kleinarbeit wurden über 100 Grabstätten des angrenzenden Friedhofs St. Gallus einer formalästhetischen Analyse unterzogen. Die zufällig ausgewählten Gräber aus dem vergangenen Jahrhundert zeugen in ihrem äußeren Erscheinungsbild vom Wandel der Zeit, der auch architektonische Spuren hinterlassen hat. Abweichungen in Form, Größe und Detailreichtum stehen für die jeweils geltende soziokulturelle Funktion der Begräbnisstätte und scheinen symptomatisch für die Entwicklung der Erinnerungskultur. Seit den 90er Jahren leiten immer kleiner werdende Gräber einen Paradigmenwechsel im Umgang mit dem Tod ein. Heute ist der Friedhof stark von Abwanderung geprägt und ist vom Aussterben bedroht. Zugleich entsteht ein neuer virtueller Raum, der unendliche Ewigkeit verspricht.

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Viel:Falten

Neun Portaits zum Thema Kopftuch
von Bernadette Uttenthaler

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Thematik des Kopftuchs in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen. Meinem Interesse an der Vorarlberger Tracht folgend recherchierte ich die sogenannte Radhaube. Eine typische Kopfbedeckung in dieser Region, meist getragen bei Hochzeiten, kirchlichen Anlässen und anderen besonderen kulturellen Ereignissen. Der regionalen Tracht folgend, führten meine Gedanken weiter zum Kopftuch. In diesem habe ich dann etwas gesehen, das viele Menschen verbindet. In unterschiedlichen Kulturkreisen tragen Männer und Frauen ihre eigene Form der Kopfbedeckung, sei es zum Schutz vor Staub bei der Feldarbeit, hin zur Ausübung religiöser Normen wie bei den Nonnen des Franziskanerordens oder bei muslimischen Frauen, oder schlicht und einfach nur als Modeaccessoire.

Mein Kopftuch ist ein schwarzes, rechteckiges Tuch, das durch Druckknöpfe zu einem Dreieck gefaltet werden kann. An den beiden Enden sind goldene Klöppelspitzen angenäht, die ein Zitat an die Radhaube darstellen sollen. Auf dem schwarzen Tuch habe ich bunte Hilfslinien eingenäht, die das Binden all dieser Kopfbedeckungen einfacher machen.
Der dunkelbraune Faden z.B hilft mir beim Binden der neuen Franziskanertracht, weil diese Tracht dunkelbraun ist.

Ausgestellt wird die Arbeit in Form einer neunteiligen Portraitserie mit verschiedenen Variationen des Kopftuchs, begleitet mit Zeichnungen der Nahtstellen auf schwarzem Karton und dem Kopftuch auf einem weißen Sockel.

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