Studio 5
18.08. - 29.08.
An Architektur - Oliver Clemens, Sabine Horlitz, Anita Kaspar
Millenium Park, Lustenau
Entwicklungskonzept: PRISMA Unternehmensgruppe
Projektkoordination: Bauamt und Wirtschaftsabteilung Lustenau
Fläche: 87.200 m², davon 18.200 m² überbaute Fläche
Bruttogeschossfläche: 35.800 m²
Projektentwicklung:
1993: Studie zum jetzigen Millennium Park Grundstück von Georg Rauch, erste Idee eines Betriebsgeländes an diesem Ort
ca. 1993: Saeco Austria AG suchen einen Baugrund in der Region, mit Baumschlager Eberle als Architekten. Die Gemeinde Lustenau bietet ihnen ein Grundstück auf dem Gelände des jetzigen Millennium Parks zum Kauf an.
1997: Die PRISMA GmbH, von der Gemeinde Lustenau beauftragt, legt Entwicklungskonzept für das Gelände vor; erhalten Provision für angeworbene Unternehmen.
1998: Realisierung des Firmensitzes der Saeco Austria AG setzt Maßstab für Nutzung und Architektur. Nach und nach kommen weitere Unternehmen hinzu.
2002: Für die Räume zwischen den Firmengebäuden wird ein Grünraumkonzept erstellt.
2008: Der Millennium Park soll zukünftig um bis zu 8ha erweitert werden. Das potentielle Erweiterungsgebiet ist bisher noch nicht als Bauland gewidmet, sondern Teil der Grünzone.
Zunächst interessieren uns vor allem die Eigentumsverhältnisse vor der Entwicklung des Millennium Parks. In der Urmappe wird ersichtlich, dass es dort zumindest anfänglich viele kleine Grundstücke gab. Wie ist die Gemeinde Lustenau damit umgegangen und wer ist heute Eigentümer der Grundstücke?
Die Kleinteiligkeit der Grundstücke und die große Anzahl an Privateigentümern war tatsächlich ein Problem. Das Land selber war als Grünfläche gewidmet, lag jedoch außerhalb der Grünzone und konnte deswegen relativ einfach als Bauland umgewidmet werden. Die Gemeinde hat die Grundstücke für das ca. dreifache des Verkehrswertes aufgekauft und dann ohne Gewinn aber kostendeckend an die Unternehmen weiterverkauft. Die ganze Entwicklung ging schrittweise vor sich, der Aufkauf hat ca. 5-6 Jahre gedauert. Dabei gab es kein vorgefertigtes Gesamtkonzept, die zu verkaufenden Grundstücke wurden individuell nach Wünschen der Unternehmer zugeschnitten. Die Erschließung wurde von der Gemeinde übernommen.
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